Stickerei-Lexikon: Die wichtigsten Fachbegriffe verständlich erklärt

Die Welt der Stickdateien hat ihre eigene Fachsprache. Damit Sie genau verstehen, worüber wir – und Ihre Stickmaschine – sprechen, erklären wir hier die wichtigsten Begriffe rund um das Sticken und das Erstellen von Stickdateien verständlich und auf den Punkt.

Grundbegriffe

Stickdatei Die digitale Vorlage, die eine Stickmaschine Stich für Stich abarbeitet. Sie enthält keine Pixel wie ein Foto, sondern die exakte Reihenfolge, Position und Farbe jedes einzelnen Nadeleinstichs. Mehr dazu im Ratgeber Was ist eine Stickdatei?.

Digitalisieren (Punchen) Der Vorgang, ein Bild in eine Stickdatei zu übersetzen. Dabei werden Flächen, Linien und Farben in maschinenlesbare Stiche umgewandelt. Bei der Stickzentrale übernimmt das unser Online-Konverter automatisch.

Stich (Stitch) Die kleinste Einheit einer Stickerei: eine einzelne Nadelbewegung von einem Punkt zum nächsten.

Stichzahl Die Gesamtzahl aller Stiche in einer Datei. Sie bestimmt maßgeblich Stickdauer und Garnverbrauch. Ein handtellergroßes Motiv liegt typischerweise zwischen 5.000 und 30.000 Stichen.

Sticharten

Plattstich / Satinstich Dichte, parallele Stiche, die über eine schmale Fläche gelegt werden – ideal für Schriften, Ränder und Konturen. Erzeugt einen glänzenden, leicht erhabenen Look.

Steppstich / Laufstich (Running Stitch) Eine einfache Linie aus hintereinanderliegenden Stichen. Wird für feine Konturen, Details und Umrandungen genutzt.

Füllstich / Tatami Eine flächige Füllung aus vielen parallelen Reihen. Damit werden größere Bereiche gleichmäßig und stabil ausgefüllt.

Unterlage (Underlay) Stiche, die vor der eigentlichen Füllung gesetzt werden. Sie stabilisieren den Stoff, verhindern Verziehen und geben der Deckschicht Halt – die Basis jeder sauberen Stickerei.

Qualitätsbegriffe

Stichdichte Der Abstand zwischen den Stichreihen. Hohe Dichte = volle Deckung, aber mehr Stiche und festerer Stand; geringe Dichte = leichter, aber evtl. durchscheinend.

Zugkompensation (Pull Compensation) Eine leichte Überdeckung an den Rändern, die ausgleicht, dass Garn den Stoff beim Sticken minimal zusammenzieht. Sorgt dafür, dass Formen am Ende exakt passen.

Sprungstich (Jump) Eine Leerbewegung der Nadel von einem Stickbereich zum nächsten, ohne zu sticken. Zu viele Sprungstiche bedeuten mehr Fadenschnitte.

Fadenschnitt (Trim) Das automatische Abschneiden des Garns, etwa beim Wechsel zwischen weit entfernten Bereichen. Weniger Trims = saubereres Ergebnis und kürzere Stickzeit.

Farbwechsel Der Punkt, an dem die Maschine anhält, damit Sie das Garn auf die nächste Farbe wechseln. Jede Farbe in Ihrer Stickdatei erzeugt mindestens einen Farbwechsel.

Material & Zubehör

Stickrahmen (Hoop) Spannt den Stoff straff ein, damit er sich während des Stickens nicht verzieht. Die Motivgröße muss in den verfügbaren Rahmen passen.

Stickvlies / Stabilisator Ein Trägermaterial, das unter (manchmal über) den Stoff gelegt wird und ihn während des Stickens stützt. Unverzichtbar für saubere Ergebnisse, besonders bei dehnbaren Stoffen.

Stickgarn Meist Polyester oder Rayon (Viskose). Polyester ist robust und farbecht, Rayon glänzt etwas stärker.

Applikation (Appliké) Eine Technik, bei der ein zugeschnittenes Stoffstück aufgestickt wird – spart Stiche und schafft Struktur.

Dateiformate

Jede Stickmaschine spricht ihr eigenes „Format". Die wichtigsten:

Bei der Stickzentrale erhalten Sie alle Formate in einem Paket – Sie müssen sich also nicht festlegen. Einen kompletten Überblick gibt der Ratgeber zu Stickdatei-Formaten.

Loslegen

Sie kennen jetzt die wichtigsten Begriffe – Zeit für die Praxis. Laden Sie Ihr Motiv hoch und sehen Sie in Sekunden eine Vorschau Ihrer fertigen Stickdatei: Jetzt Bild umwandeln.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Plattstich und Füllstich?

Der Plattstich (Satinstich) legt dichte, parallele Stiche über schmale Flächen wie Schriften und Ränder und glänzt leicht. Der Füllstich (Tatami) füllt größere Flächen mit vielen Reihen gleichmäßig und stabil aus.

Was bedeutet Stichdichte?

Die Stichdichte beschreibt den Abstand zwischen den Stichreihen. Hohe Dichte deckt voll, braucht aber mehr Stiche; geringe Dichte ist leichter, kann aber durchscheinen.

Wozu dient die Unterlage (Underlay)?

Die Unterlage sind Stiche, die vor der eigentlichen Füllung gesetzt werden. Sie stabilisieren den Stoff, verhindern Verziehen und geben der Deckschicht Halt.

Welche Dateiformate gibt es für Stickmaschinen?

Die gängigsten sind DST (Tajima), PES (Brother), JEF (Janome), VP3 (Pfaff/Husqvarna), EXP (Bernina) und XXX (Singer). Bei der Stickzentrale erhalten Sie alle Formate in einem Paket.

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